Logo
RTCD.io

CommandDialog

7. Januar 2026

Notengruppierung

Notengruppierung kombiniert Noten und Pausen nach betonten Zählzeiten, um rhythmische Strukturen klarer darzustellen und das Notenlesen zu erleichtern. Der Artikel behandelt Gruppierungsregeln für einfache und zusammengesetzte Takte, die Notation von Synkopen und Sechzehnteln, die Platzierung von Pausen sowie die Behandlung äquivalenter Taktarten. Diese Regeln helfen dabei, Zählzeiten präzise zu markieren und visuelle Konflikte zu vermeiden. Egal, ob Musikschüler oder Notensetzer – dieser Leitfaden vermittelt professionelle, gut lesbare Notationspraktiken, die musikalischen Fluss und Taktstruktur auf einen Blick erkennbar machen.

Besonderer Dank für den Originalbeitrag geht an 休ukulele. Dieser Artikel basiert auf dem Original und wurde in Layout und Inhalt leicht angepasst, um ihn für diese Website zu optimieren.

Unter Notengruppierung versteht man die Anordnung von Noten und Pausen nach bestimmten logischen Prinzipien, um die Lesbarkeit zu erhöhen. Das Grundprinzip der Notengruppierung lautet: Notenwerte unterschiedlicher Länge werden, soweit es die Lesbarkeit erlaubt, nach den betonten Zählzeiten („schweren Taktschlägen“) zu Einheiten zusammengefasst. Dies ist ein Kernprinzip der Notenschrift.

Beispiel für die Anordnung von Noten und Pausen nach den Regeln der Notengruppierung

Allgemeine Regeln

In einfachen Takten wie 2/4 und 3/4 können alle Achtelnoten mit einem gemeinsamen Balken verbunden werden:

Beispiel für verbundene Achtelnoten mit Balken

In einfachen zusammengesetzten Takten (z.B. 4/4) sollten Notenbalken nicht über die Taktmitte hinweg reichen. Dies liegt daran, dass in solchen Takten sowohl der Taktanfang als auch die Taktmitte betonte Zählzeiten darstellen, die in der Notation klar erkennbar sein müssen:

Richtig:
Falsch:

Beispiel, dass Notenbalken nicht über die Taktmitte reichen sollten

Auch Pausen sollten diesem Prinzip folgen:

Richtig:
Falsch:

Beispiel, dass Pausen nicht über die Taktmitte reichen sollten

Wenn längere Noten im Rhythmus vorkommen und deren Dauer eine ganze Zählzeit oder einen halben Takt überspannt, muss die taktinterne Metrumstruktur dennoch klar ersichtlich sein:

Richtig:
Falsch:

Beispiel, dass lange Noten, die Zählzeiten überspannen, die Taktstruktur respektieren müssen

Bei dreiteiligen Takten (z.B. 3/4) sollten, wenn längere Noten vorkommen und mehr als zwei Noten im Takt sind, mindestens zwei verschiedene Zählzeiten sichtbar sein:

Beispiel, dass in einem 3/4-Takt mit langen Noten mindestens zwei Zählzeiten gezeigt werden müssen

In Takten mit punktierten Noten, bei denen die zweite oder dritte Zählzeit sichtbar gemacht werden muss, sollte – wenn es die Taktstruktur schneller erkennen lässt – die zweite Zählzeit markiert werden:

Beispiel, dass die Markierung der 2. Zählzeit in einem Takt mit punktierten Noten die Struktur klarer macht

besser als

Beispiel für eine weniger klare Taktstruktur ohne Markierung der 2. Zählzeit

Probieren Sie die korrekten Schreibweisen aus diesem Abschnitt mit einem Metronom: 2/4-Takt, 3/4-Takt, 4/4-Takt und 6/8-Takt.

Synkopen

Eine Synkope entsteht, wenn die Betonung im Takt gegenüber dem regulären Metrum verschoben wird, indem ein eigentlich unbetonter Schlag betont wird. Sie unterbricht das erwartete rhythmische Muster, erzeugt Spannung und verleiht der Musik Lebendigkeit. Die häufigste Darstellung einer Synkope ist eine lange, betonte Note, die den Akzent vom regulären Taktschlag wegverschiebt.

Eine innerhalb eines Taktes auftretende Synkope wird üblicherweise als einzelne Note notiert und nicht als zwei mit Haltebogen verbundene Noten. Das heißt, die in der Synkope enthaltene nächste Zählzeit muss nicht explizit markiert werden:

Üblich:
Unüblich:

Synkope als einzelne Note (üblich) vs. mit Haltebogen verbundene Noten (unüblich)

Wenn ein Rhythmus gegen die reguläre Betonungsstruktur des Metrums verstößt (z.B. vier Noten in einem Dreiertakt oder drei Noten in einem Zweiertakt), sollten visuelle Konflikte vermieden werden. Gruppieren Sie die Noten stattdessen nach Einzelzählzeiten, um sie in die Taktart zu integrieren:

Visueller Konflikt:
In Taktart integriert:

Ungünstige rhythmische Gruppen in Zählzeiten-Einheiten umgruppieren, um visuelle Konflikte zu vermeiden

Probieren Sie die korrekten Schreibweisen aus diesem Abschnitt mit einem Metronom: 2/4-Takt, 3/4-Takt und 4/4-Takt.

Sechzehntelnoten

Für Sechzehntelnoten gibt es generell zwei Gruppierungsmethoden: Entweder werden alle Balken durchgezogen, oder die äußeren Balken bleiben verbunden, während die inneren unterbrochen werden, um die zweite und dritte Zählzeit deutlich zu markieren.

Wenn Sechzehntelnoten und Sechzehntel-Triolen zusammen auftreten, sollten die inneren Balken nach Zählzeiten getrennt werden, um die einzelnen Schläge zu kennzeichnen.

In einem 4/4-Takt mit Sechzehntelnoten, die Pausen enthalten, ist es ratsam, die Gruppe mit der Pause als einzelne Zählzeit zu markieren:

Gruppierung von Sechzehntelnoten mit Pause im 4/4-Takt nach Zählzeiten

Bei Sechzehntelnoten in einfachen zusammengesetzten Takten sollten die Noten in Viertelnoten-Gruppen zusammengefasst und diese Gruppen gebalkt werden. Einfach ausgedrückt: Der Beginn jeder Zählzeit sollte klar markiert sein, wobei bei punktierten Noten auf die Markierung der zweiten oder dritten Unterteilung verzichtet werden kann:

Richtig:
Falsch:

Gruppierung von Sechzehnteln in einfachen zusammengesetzten Takten in Viertel-Einheiten mit klaren Zählzeiten

Wenn Triolen und reguläre Sechzehntelnoten gleichzeitig auftreten, sollten diese voneinander getrennt werden:

Richtig:
Falsch:

Triolen und reguläre Sechzehntelnoten sollten getrennt gruppiert werden

Probieren Sie die korrekten Schreibweisen aus diesem Abschnitt mit einem Metronom: 3/4-Takt und 3/8-Takt.

Grundstruktur regulärer Taktarten

Die grundlegende Notenwert-Struktur für reguläre Taktarten wird wie folgt dargestellt:

Grundlegende Notenwert-Struktur für reguläre Taktarten

Pausen

Pausen werden an genau derselben Position notiert wie Noten gleichen Zeitwerts:

Pausen nehmen dieselbe Position wie Noten gleichen Zeitwerts ein

Eine Pause wird grundsätzlich zu Beginn ihres Zeitwerts platziert und nicht in der Mitte einer Zählzeit:

Pause wird am Beginn ihres Zeitwerts (nicht mittig in der Zählzeit) notiert

Richtig
Falsch

Bei einer ganztaktigen Pause (Taktpause) wird das Pausenzeichen in die visuelle Mitte des Taktes gesetzt:

Ganztaktige Pause wird in die visuelle Taktmitte gesetzt

In Abschnitten mit häufigen oder komplexen Taktartwechseln kann die Notation mit tatsächlichen Pausendauern hilfreich sein, damit der Spieler die genauen Notenpositionen schneller erfasst:

Bei komplexen Taktwechseln können Pausendauern die Lesbarkeit verbessern

Äquivalente Taktarten

Derselbe rhythmische Fluss kann oft in verschiedenen Taktarten notiert werden. Es ist empfehlenswert, diejenige Taktart zu wählen, die weniger Haltebögen oder Verbindungslinien erfordert, um komplexe rhythmische Verhältnisse zu vereinfachen:

Schreibweise einer Melodie in einer Taktart mit weniger Balken und Haltebögen

besser als

Schreibweise derselben Melodie in einer Taktart mit mehr Balken und Haltebögen

Für maximale Klarheit, insbesondere bei tatsächlichen Tonhöhenwechseln, können Notenbalken nach Zählzeiten unterbrochen oder die Neigung der Notenhälse an die Tonhöhenbewegung angepasst werden. Dies verdeutlicht den Verlauf der Tonhöhen:

Balkenunterbrechung oder -neigung bei Tonhöhenwechseln für mehr Klarheit

Da in einer Ukulelen-TAB-Grifftabulatur die tatsächliche Tonhöhe nicht direkt sichtbar ist, ist es – unter Einhaltung der Notengruppierungsregeln – für die Lesbarkeit vorteilhaft, mehrere Noten mit einem Balken zu verbinden, anstatt einzelne Noten pro Zählzeit zu notieren:

In Ukulelen-TABs sind gebalkte Noten nach Notengruppierungsregeln besser lesbar als einzelne Noten